Krankheiten der Kaninchen:
 

 

Krankheiten Symptome Behandlungen
 
Woran erkennen Sie ein krankes Kaninchen??
 
1. Die Augen glänzen nicht mehr und wirken matt und trübe. Der Blick wirkt starr und teilnahmslos.
2. Das Fell des Kaninchens sieht struppig und glanzlos aus.
3. Das Kaninchen sitzt teilnahmslos in seiner Ecke und reagiert nicht auf Geräusche. Es lässt sich leicht widerstandslos hochheben und zeigt keinerlei Fluchtverhalten.
4. Das Kaninchen schüttelt oft sein Kopf und hält diesen schief. Dies kann das Anzeichen für eine Entzündung der Ohren sein.
5. Das Kaninchen kommt nicht wie gewohnt angehoppelt, wenn es gefüttert wird sondern bleibt teilnahmslos in seiner Ecke sitzen.
6. Der Kot besteht nicht, wie normal aus Kügelchen sondern ist breiig, dünnflüssig und sehr übelriechend. Bei Blut im Kot solltet ihr sofort einen Tierarzt aufsuchen.
7. Wenn Kaninchen starke Schmerzen haben knirschen sie mit den Zähnen. Dieses Zähneknirschen wird oft nicht so ohne weiters wahrgenommen, so dass es gut ist, bei Verdacht auf eine Krankheit, besonders darauf zu achten.
 
 
Krankheit: Myxomatose ( auch Kaninchenpest):
 
Ursachen: Myxomatose ist eine Viruserkrankung wobei das Virus durch direkten Kontakt aber auch durch unreine Hände des Menschen leicht auf das Kaninchen übertragen wird. Die größte Gefahr einer Infizierung besteht jedoch durch Stechmücken, welche vom Frühjahr bis zum Herbst die Hauptträger dieser Krankheit sind.
 
Symptome: Inkubationszeit: 3-5 Tage. Danach kommt es zum Ausbruch der Krankheit.
Symptome: weiche Schwellungen an Ohren, Lippe und Nase. Auch im After und Genitalbereich können Schwellungen auftreten. Die Tiere sind benommen, verweigern die Nahrung und bauen zusehends körperlich ab. Der Tod tritt 8-10 Tage nach Krankheitsbeginn ein.
 
Behandlung: Nach Ausbruch der Krankheit gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten mehr. Die Aussicht auf Heilung ist beim akuten Verlauf schlecht, so dass fast immer unweigerlich der Tod die Folge ist.
Der beste Schutz vor dieser Krankheit ist die vorbeugende Impfung Anfang April. Diese hält für 5-6 Monate vor. Um die Schutzzeit zu verlängern ist sie empfehlenswert, die Tiere ca. 6 Wochen nach der 1. Impfung nachimpfen zu lassen.
 
Krankheit: Kaninchenschnupfen ( auch ansteckender Schnupfen: )
 
Ursachen: Kaninchenschnupfen wird durch eine Infektion hervorgerufen. Es können mehrere Erreger in Frage kommen. z.b. Pasteurella multocida oder Bordetella bronchiseptica. Kaninchenschnupfen ist hoch ansteckend und eine weit verbreitetet Seuche.
 
Symptome: Häufiges Niesen( dies kann jedoch auch verschiedene andere Ursachen haben muss nicht immer gleich das Schlimmste bedeuten) feuchte Nase, ständig laufende Nase ( der Ausfluss ist hier schleimig und eitrig) verkrustete Haare an Nase und Vorderläufen, Augenentzündungen; deutlich hörbar schweres Atmen mit brummenden Geräuschen, das Kaninchen fühlt sich müde und matt.
 
Behandlung: Prinzipiell wäre es möglich, eine Anibiothikabehandlung durchzuführen. Tatsächlich zeigt eine derartige Behandlung aber nur wenig Erfolg und müsste um überhaupt eventuell wirksam sein zu können über die ganze Awendungsdauer penibelste genau durchgeführt werden. Ein vorzeitiger Abbruch könnte dazu führen, dass sich die Erreger erholen und danach noch verheerender sind. Die beste Behandlung gegen Kaninchenschnupfen ist die vorbeugende Schutzimpfung welche jährlich wiederholt werden sollte um ausreichend Schutz zu gewährleisten.
 
 
Krankheit: Schnupfen:
 
Ursachen: Ursachen für den leichten Schnupfen können Zugluft, Staub, Allergien oder schlechte Ernährung.
 
Symptome: Niesen, klarer Ausfluss aus der Nase, das Kaninchen kann eine Kreislaufschwäche haben.
Behandlung: Verbesserung  der Haltungsbedingungen (Zugluft abstellen, sauberes u. vitaminreiches Futter, regelmäßiger Auslauf im Freien damit Kaninchen widerstandsfähig wird).
 
Krankheit: Chinaseuche ( RHD):
 
Ursachen: Die Chinaseuche ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung welche durch ein infiziertes Angorakaninchen aus China nach Europa gebracht wurde. 1984 in China festgestellt wurde diese Krankheit erstmals 1988 in Deutschlang bekannt. Zwischenzeitlich ist die Erkrankung über ganz Europa verbreitet und gehört zu den anzeigepflichtigen Seuchen.
 
Symptome: Akute Symptome sind hohes Fieber bis 41°C, eine Unruhe die später in Benommenheit übergeht, Atembeschwerden und Blutungen aus den Nasenöffnungen. Das Kaninchen verendet dann schnell mit Erstickungskrämpfen.
 
Behandlung: Ist das Kaninchen erst erkrankt, gibt es keine Behandlung mehr. Der Tod ist die unmittelbare Folge. Der beste und einigste Schutz vor der Kaninchenseuche ist die vorbeugende Schutzimpfung. Die Impfung wird gut vertragen und muss jährlich wiederholt werden, um ausreichen Schutz vor der Seuche zu gewährleisten. Eine Impfung ist auch bei der Kaninchenhaltung in der Wohnung empfehlenswert, da man sich bisher nicht im Klaren darüber ist, inwieweit Stechmücken bei der Übertragung der Krankheit eine Rolle spielen.
 
Krankheit: Zahnanomalien( Zahnfehlstellung):
 
Ursachen: Zahnfehlstellungen bei Kaninchen.
 
Symptome: langsames vorsichtiges Fressen, Speichelfluss, scheinbare Appetitlosigkeit, Abmagerung trotz Nahrungsaufnahme, leeres Kauen.
 
Behandlung: Hier hilft nur der Besuch beim Tierarzt. Die zähne eures Mümmels müssen in diesen Fall regelmäßig gekürzt bzw. kontrolliert werden. Auch sollten unbedingt anderweitige Veränderungen im Rachenraum untersucht werden, da im Ernstfall schon Eiterbildungen oder Absezze im Kiefer vorhanden sein können. Zu diesem Fall haben wir selber schon sehr unschöne und traurige eigene Erfahrungen gemacht.
 
Krankheit: Kokzidiose:
 
Ursachen: Die Ursache dieser Erkrankung sind verschiedene Protozenarten.
 
Symptome: ES treten schwere Störungen des Allgemeinbefindens auf. Weitere Symptome sind Trommelsucht, wässriger blutiger Durchfall, Mattigkeit sowie Appetitlosigkeit.
 
Behandlung: Der Besuch des Tierarztes ist hier unbedingt vorzunehmen.
 
Krankheit: Ohrräude:
 
Ursachen: Für die Ohrräude sind tierische Parasiten, die Ohrräudemilben verantwortlich.
 
Symptome: Die Kaninchen werden von ständigen Juckreiz geplagt, in den Ohren bildet sich Grind ( Borke) es ist eine Kopfschiefhaltung zu beobachten.
 
Behandlung: Bei Ohrräude müsst der Tierarzt aufsuchen, welches entsprechende Medikament verordnet.
 
Krankheit: Fettleibigkeit:
 
Ursache: Bewegungsmangel und zuviel kalorienreiches Futter sind die häufigsten Ursachen für Fettleibigkeit.
 
Symptome: Deutliches Übergewicht, Atemnot, Zyanose Wammen- Bildung, Scheuerabzesse und Koma sind die Symptome der Fettleibigkeit.
 
Behandlung: Verschaffet Eurem Kaninchen täglich Bewegung und Auslauf an der frischen Luft, füttert kein Körnerfutter und reicht täglich ausreichend Frischkost, Heu und Wasser.
 
Krankheit: offene und Wunden Läufe:
 
Ursachen: Die Ursachen für diese Erkrankung liegen meist an schlechten Haltungsbedingungen wie feuchte Einstreu, Haltung auf Drahtgeflechtböden, häufiges Schlagen mit den Hinterpfoten( in Angst – Stresssituationen) sowie zu eiweißreicher Fütterung.
 
Symptome: Auf den Sohlenflächen der Vorder – und Hinterläufen bilden sich runde haarlose Stellen, welche gerötete und entzündliche (Geschwüre) Veränderungen erkennen lassen. Die Kaninchen haben Schmerzen beim laufen.
 
Behandlung: Bei akuten Fällen ist der Tierarzt aufzusuchen. Außerdem ist unbedingt für eine ebene Unterbodenfläche des Käfigs sowie für saubere, weiche und trockene Einstreu zu sorgen. Weiterhin sollte eine Optimierung der Fütterung vorgenommen werden.
 
Krankheit: Verdauungsstörung:
 
Ursache: Verstopfung. Meist liegt die Ursache einer Verstopfung im Wassermangel.
 
Symptome: Das Kaninchen wirkt lustlos und frisst nicht mehr. Mit gekrümmten Rücken versucht es Kot abzusetzen aber trotz angestrengten Pressens gelingt dies nicht und es kommen nur kleine harte Kotkügelchen.
 
Behandlung: Überprüft die Nippeltränke, oft liegt eine Verstopfung nur an Wassermangel. Entfernt alles Trockenfutter und reich frische Grünkost. Auch viel Bewegung ist in diesem Fall ratsam. Tritt nach 24 Stunden keine Besserung ein sollte man zum Tierarzt.
 
Krankheit: Trommelsucht:
 
Ursache: Ursache sind hierbei Verdauungsstörungen, hervorgerufen durch falsches Futter.
 
Symptome: Dieser Erkrankung sind blaue Lippen, und Ohren, starkes Hecheln und Atemnot, Kreislaufschwäche sowie ein aufgetriebener, harter Bauch des Kaninchens.
 
Behandlung: Entfernt sofort die Einstreu und alle alten Futterrest ais dem Käfig. Sucht einen Tierarzt auf welcher Medikamente zur Gasbindung verschreiben sollte. Ermöglicht eurem Kaninchen freien Auslauf und Bewegung. Eine helfende Massage des Bäuchleins ist für den Mümmel angenehm und schafft Erleichterung. Füttert nur hochwertiges Heu und reicht an Stelle von Wasser Kümmel oder Pfefferminztee.
 
 
 
 
 
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