Krankheiten der Ratten:
 

 Krankheiten Symptome Behandlungen:

 

 

Atemwegsinfektionen: Auf Zugluft, trockene oder zu feuchte Luft reagieren Ratten empfindlich und erkälten sich sehr schnell. Ursache von Atemwegsinfektionen können aber auch Bakterien wie Mykoplasmen und Streptokokken und ähnliche Erreger sein.

 

Symptome: Typisch sind die erschwerte röchelnde Atmung und ständiges Niesen. In der Folge kommt es zu Fressunlust und Abmagerung, meist auch zu Haarausfall. Für ältere Ratten und Tiere mit einem geschwächten Immunsystem stellen bakterielle Atemwegsinfektion (besonders Mykoplasmose) eine große Gefahr dar, nicht zuletzt weil im Krankheitsverlauf oft sekundäre Erkrankungen auftreten.

 

Behandlungen: Zur Stärkung der Immunabwehr verordnet der Tierarzt Vitamine und Mineralstoffe, beim schweren Krankheitsverlauf auch Antibiotika.

 

 

Parasiten: Parasitenbefall ist oft ein Indiz dafür, dass Haltungsbedingungen oder Rudelstruktur nicht in Ordnung ist. Mögliche Auslöser: mangelhafte Sauberkeit von Käfig und Einrichtung, unzureichende Belüftung( speziell in Plastikhäuschen), feuchte Einstreu, falsche Ernährung, aber auch Stress durch häufige Störungen während der Ruhezeiten oder ständige Unterdrückung einzelner Rudelmitglieder durch dominante Artgenossen.

 

Symptome: Es sind bei Ratten meist Räudemilben, die Rücken, Flanken und Gesicht besiedeln. An den befallen Stellen ist das Fell struppig und schütter, es kommt zu Schuppen und Schorfbildung, oft auch an den Ohren. Der Juckreiz führt dazu dass sich die Ratten dauernd kratzen und zunehmend unruhiger werden. Ähnliche Symptome rufen Haarlinge hervor, im Gegensatz zu den Milben kann man sie mit bloßem Auge erkennen. Unter Flöhen leiden die Nager hingegen eher selten. Schmarotzern( Endparasiten) kommen bei Ratten neben einzelligen Organismen vor allem Rund und Bandwürmer vor. Besonders die Rundwürmer beeinträchtigen bei starkem Befall die Gesundheit, ein durch die Parasiten hervorgerufener Darmverschluss ist lebensbedrohend.

 

Behandlung: Schon beim ersten Verdacht auf Parasiten sollte der Tierarzt konsultiert werden. Erst eine sichere Diagnose erlaubt die gezielte Behandlung. Schnelles Handeln schützt auch davor, dass andere Käfigbewohner befallen werden.

 

 

Tumoren: Zur Bildung von Tumoren kommt es bei Ratten echt recht häufig. Obwohl überwiegend ältere Tiere betroffen sind, sind Tumoren keine typische Alterserscheinung.

 

Symptome: In Anfangsstadium ist ein Tumor kaum sichtbar und lässt sich nur ertasten, er kann unbehandelt jedoch zu einer Geschwulst mit mehreren Zentimetern Durchmesser heranwachsen. Tumoren treten vor allem im Bauchbereich und im Gesäuge auf. Tumoren der inneren Organe bleiben fast immer so lange unentdeckt, bis sich die Krankheit durch körperliche Beschwerden, zum Beispiel durch röchelndes Atmen bei einem Lungentumor, oder Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar macht. Ob es sich um eine gutartige  Geschwulst oder um Krebs handelt, kann nur durch die Untersuchung des Tierarztes festgestellt werden.

 

Behandlung: Ein Tumor, der frühzeitig erkannt wird, ist meist klein und hat in der Regel noch keine Metastasen gebildet. In solchen Fällen bestehen bei einer chirurgischen  Entfernung gute Heilungschancen für die erkrankte Ratte.

 

 

Magen- Darm- Erkrankungen: Fütterungsfehler, Wurmbefall, Haarballen, Fressen von Fremdkörpern.

 

Symptome: Gewichtsverlust, Verstopfung oder Durchfall können die Folgen nicht artgerechter Ernährung sein, aber auch auf Würmer hinweisen. Haarballen entstehen, wenn sich Ratten zwanghaft häufig das Fell putze und dabei sehr viele Haare aufnehmen, die im Magen verklumpen. Verstopfung und Futterverweigerung sind typische Symptome bei größeren Haarballen wie auch bei verschlucktem Fremdkörper.

 

Behandlungen: Bezoare, die nicht auf normalem Weg abgehen, müssen operativ entfernt werde. Achten sie darauf, dass ihre Ratten im Käfig und beim Auslauf nicht mit Objekten aus Weichplastik und ähnlichen Materialien in Kontakt kommen, die sie anknabbern und verschlucken können. Verletzungen der Magen- Darmwände durch Plastiksplitter sind nicht selten.

 

 

Hautkrankheiten: Außer durch Parasiten können Fellschäden und Erkrankungen der Haut auch durch Allergien und Pilze verursacht werden. Vor allem übergewichtige Männchen sind anfällig für Abszesse an den Ballen der Hinterbeine.

 

Symptome: Ähnlich wie beim Parasitenbefall kommt es meist zum Haarausfall, nicht selten in Form lokal begrenzter Kahlstellen, zur Entzündung und zur Krustenbildung der Haut. Wegen des heftigen Juckreizes kratzen sich die Tiere ständig oder lecken sich Wund. Ein Ballenabzess ist sehr schmerzhaft, das erkrankte Tier kann den entzündeten Fuß kaum mehr aufsetzen.

 

Behandlung: Die Diagnose von Allergien( dazu zählen auch Futtermittelallergien) und Pilzerkrankungen ist schwierig, die Behandlung meist langwierig und nicht immer erfolgreich. Beim Ballenabzess ist schnelle tierärztliche Hilfe unerlässlich. Trockene und weiche Einstreu erspart dem Tier Schmerzen.

 

 

Zahnprobleme: Schief wachsende oder übermäßige lange, nicht genügend abgenutzte Nagezähne erschweren vor allem älteren Tieren das Leben. Probleme mit den Backenzähnen gibt es seltener.

 

Symptome: Schmerzen beim Fressen und Trinken, starkes Speicheln. Vielfach können die zahnkranken Tiere überhaupt keine Nahrung mehr aufnehmen und magern schnell ab.

 

Behandlung: Überlange Nagezähne müssen immer wieder gekürzt werden. Der Tierarzt behandelt die Entzündungen im Maul und Rachen, die bei kranken Backenzähnen besonders bedrohlich sein können. Geben sie den Ratten hartes Brot und ähnliche Knabberkost, um die Zähne kurz zu halten, und prüfen sie regelmäßig den Zustand des Gebisses.

 

 

Augen und Ohren: Stress, allgemeines Unwohlsein und erste Krankheitssymptome, Befall durch Bakterien und Parasiten, Ohrenentzündung.

 

Symptome: Verklebte Augen, (Augenausfluss) können ein Krankheitssignal sein, der schief gehaltene Kopf weist auf eine Mittel- oder Innenohrenentzündung hin, ein verkrusteter Ohrenrand auf Räudermilben.

 

Behandlung: In allen Fällen sollte die Ratte möglichst schnell dem Tierarzt vorgestellt werden.

 

 

Wunden und Verletzungen: Stürze, Bisse, Schwanzverletzungen.

 

Symptome: Fehlstellung oder Bruch eines Beines, Quetschen und Abschürfungen sind häufige Folgen eines Sturzes; zu Bisswunden kommt es bei Kämpfen mit Artgenossen; ein eingeklemmter Schwanz kann brechen oder abgequetscht werden.

 

Behandlungen: Auch scheinbar glimpfliche Stürze haben oft innere Verletzungen zur Folge; im Zweifelsfall zum Tierarzt! Das gilt auch beim Bisswunden, die sich leicht infizieren können (Abzessbildung). Selbst kleinere Schwanzverletzungen sind für Ratten sehr schmerzhaft und müssen immer behandelt werden.

 

 

Die Körpertemperatur einer Ratte ist 38,5-39,5°C

 

Der wöchentliche ganz Körpercheck ist natürlich auch wichtig, dazu gehört die Kontrolle von Augen, Nase, Ohren, Zähne und das Fell der After und schauen ob das Tier bisswunden hat. Und gut abtasten nach Knoten ( Abszesse, Tumoren).

 

 
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