Chinchillas:
 

Die Chinchillas:

 


Chinchillas sind jedoch nicht die niedlichen Schmusetiere, für die man sie auf den ersten Blick halten möchte: Sie lassen sich von Menschen nicht besonders gerne anfassen. Auf dem Schoß oder Arm sitzen und ausgiebig gestreichelt werden ist nicht nach Chinchilla Geschmack. Erst wenn die Tiere richtig zahm geworden sind, genießen sie es wenn man sie mit den Fingern unterm Kinn, hinter den Ohren oder am Bauch vorsichtig krault aber bitte nur wenn die Chinchillas von selber auf den Menschen zukommen.

Als Kuscheltiere für Kinder eigenen sich Chinchillas deshalb nicht. Zudem werden die nachtaktiven Nager erst in Abendstunden richtig munter. Den Tag wollen sie ungestört in ihren Schlafhäuschen verbringen.

Chinchilla Fell ist allerdings extrem empfindlich gegen Nässe es verklebt sehr rasch und kann dann nicht mehr seine Funktion als Wärmepolster erfüllen.

 

Das Wohlfühl Heim:

 


Trotz wenn Chinchillas jeden Abend den Freilauf genießen dürfen den größten Teil ihrer Zeit verbringen sie im Käfig. Darum ist es wichtig dass er so groß wie möglich und optimal auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt ist. Für eine Gruppe von vier bis fünf Chinchillas sollte der Käfig 180-220cm hoch und breit sowie 100-120cm tief sein. Vor allem eine ausreichende Höhe ist wichtig, damit sie mindestens drei bis vier Ebenen einbauen können. Nur dann können sich die Chinchillas nach Herzenslust austoben und von Sitzbrett zu Sitzbrett springen.

Nicht geeignet sind Kaninchenkäfige, sie sind zu niedrig und zu Klein. Auch Vogelkäfige sind nicht geeignet, sie halten der Sprungkraft der Chinchilla nicht stand.

Der Käfig sollte mit Sitzbrettern und Laufflächen auf mehreren Ebenen ausgestattet werden, die durch Treppen oder Kletteräste verbunden sind. Achten sie darauf dass die Bretter nicht nur an den Wandseiten entlanglaufen und die Mitte des Käfigs leer bleibt.

Nutzen sie den gesamten Innenraum des Käfigs für Brücken Verbindungsäste oder Röhren.

Auch Zwischenbretter mit einem Loch sind geeignet fürs durchkriechen. Für den Käfig empfiehlt sich unbehandeltes Holz. Seitenwände und Tür sollten aus Metallgitter oder Draht bestehen. Sie dürfen nicht lackiert werden auch die oft empfohlenen verzinkten Gitter eignen sich nicht. Chinchillas knabbern an allem und ziehen sich durch Lack oder zinkhaltige Materialien Vergiftungen zu. Absolut tabu für den Käfig sind Elemente aus Plastik, die Tiere nagen daran und werden krank.

 

Die Käfigeinrichtung:

 

Damit ihre Chinchillas sicher und geborgen schlafen können, brauchen sie im Käfig extra Schlafhäuschen. Sie sollten etwa 30 cm breit, 20 cm hoch und 15 cm tief sein und werden auf verschieden Ebenen im oberen Drittel des Käfigs befestigt. Auch wenn Chinchillas meist zu mehreren in einem Haus schlafen, sollte pro Tier ein Haus zur Verfügung stehen, falls mal der Hausegen schief hängt.

Die Holzhäuschen für Meerschweinchen und Kaninchen eignen sich schrauben sie sie möglichst weit oben in der Voliere auf einem Sitzbrett fest.

Manche Chinchillas lieben Schlafhäuschen die zwei Zugänge haben. Da die Tiere gerne zu mehreren in einem Häuschen ruhen, können sie leicht ausweichen wenn es mal zu eng ist. Für diesen Zweck eignen sich Röhren aus Korkrinde oder Ton mit einem Durchmesser von ca. 15cm.

 

Kletteräste, Treppen, Brücke:

 

Kein Chinchilla Käfig ohne Äste! Sie dienen den Tieren zum Klettern und werden zusammen mit Treppen und Brücken zum perfekten Fitnessparcours. Ausreichende Möglichkeiten zur Bewegung halten nicht nur die langweile fern, sondern sorgen das die Tiere fit bleiben. Weil Chinchillas die Einrichtung aber nicht nur zum Turnen benutzen, sondern auch daran nagen, sollten sie darauf achten dass es aus unschädlichen Hölzern z.b. Apfel oder Birnbäumen besteht.


Toilette und Einstreu:

 

Chinchillas verteilen ihre Köttel überall im Käfig. Zum Urinieren nutzen sie aber meist bestimmte Ecken dort können sie ihnen Kistchen oder eine Schüssel mit Streu gefüllt als Toilette anbieten. Um ihr Revier zu markieren, urinieren die Tiere aber auch in der Nähe ihres Futters. Ungeeignet als Toilette sind die im Handel angebotenen Eckklos weil sie aus Plastik sind, die nagen alles an.

 

Einstreu: Chinchillas brauchen kein Einstreu  die Tiere kommen auf glatten Boden besser zurecht weil, er ihnen mehr Halt beim Springen gibt. Wenn sie denn kalten Boden nicht mögen, legen sie z.b. mit speziellem Nagerflor aus Hanffasern aus. Lediglich den Boden in den Toilettenecken – Kistchen können sie aus hygienischen Gründen 5 cm dick mit Einstreu bedecken. Am besten nehmen sie dafür Spezialheimtierstreu, ungeeignet sind die Strohpellets auch Naturstrohstreu genannt. Auch ein nackter Metall oder Gitterboden tut den Tieren nicht gut. Diese Materialien schaden der Haut an den Fußsohlen. Reine Sägespäne entwickeln zu viel Staub. Katzenstreu, Rindenmulch, Exotenstreu aus holz gehören ebenfalls nicht in den Käfig, da die Tiere eventuell davon fressen und krank werden.

 

Das Sandbad:

 

Das tägliche Sandbad ist für Chinchillas eine Wohltat für Körper und Seele. Das Wälzen im Sand pflegt zu einem sein Fell sodass es seine Funktion als wärmendes Luftpolster erfüllen kann. Zum anderen dient es dem Stressabbau und bedeutet für die Tiere Entspannung pur. Deswegen muss es für die Chinchillas rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Als Gefäße für das Sandbad dienen Wannen oder Schalen sie sollten schwer sein, dass sie nicht verrutschen. Pro Tier sollte ein Sandbadbehälter zur Verfügung stehen.

Der richtige Sand: Verwenden sie für das Sandbad nur Chinchilla Sand wo man in jedem Zoofachmarkt bekommt.   


Futternäpfe:

 

Auch sämtliche Futternäpfe müssen dem Temperament der Chinchillas standhalten sonst werden sie beim Spiel im Käfig herumgeschubst. Außerdem setzen sich die Chinchillas gerne auch einmal auf den Rand der Futternäpfe. Geeignet sind deshalb schwere Töpfe aus Ton oder Keramik mit einem breiten, nach innen gebogenen Rand.

 

Vorsicht: Heuraufen aus Draht oder Heukugeln, die an einer Kette hängen, können für Chinchillas zur Falle werden wenn sie mit den Füßen in den Zwischenräumen oder in der Kette hängen bleiben.

 

Tipp: Man kann Terrakotta oder Keramikschalen sie eignen sich gut als Heutrog, noch besser sind Kräutertöpfe  aus denen die Chinchillas das Heu aus den Öffnungen ziehen können.

Wichtig: Alle Gefäße müssen unlackiert sein.

Tränken: Als Wasserspender wählt man die üblichen Trinkflaschen. 

Immer in Bewegung bleiben
 
Eine Käfigeinrichtung mit einem Fitnessparcours aus Treppchen und Hängebrücken ist die Grundlage für das Chinchilla Bewegungsprogramm. Sorgen sie aber für Abwechslung, indem sie immer wieder neue Klettermöglichkeiten schaffen, platzieren sie eine neue Hängebrücke im Käfig, verändern sie die Lage der Kletteräste, oder spendieren sie ab und zu neues Spiel oder Turngerät das Angebot im Zoofachhandel und im Internet ist groß.
Unbehandelte Holzklötze und kugeln sind ein tolles Spielzeug, ebenso Bälle aus Weidenzweigen. Sie lassen sich prima im Käfig herumrollen und natürlich auch zerlegen. Weil Chinchillas darin aber mit den Beinchen hängenbleiben können, dürfen sie den Tieren nur unter Aufsicht geben.
In den Löchern von Ziegelsteinen kann man Pellets und Kräuter gut verstecken mal sehen welche Chinchilla die Leckerbissen als erste herausangelt. Im Fachhandel gibt es spezielle Chinchilla Laufräder. Gut sind Holzräder mit durchgehender Lauffläche. Modelle mit Sprossen oder Drahtgittern sind ungeeignet. Die Tiere können darin hängenbleiben.
 
Die Krönung: ein Kletterbaum
 
Wenn sie genug Platz haben, können sie für ihre Chinchillas einen Kletterbaum aufstellen. Er besteht aus dicken Stamm und vielen Sitzbrettern in verschiedene Höhen. Legen sie ein paar Leckerchen auf die Bretter ihre Chinchillas werden bald mit Begeisterung diesen Spielplatz erobern.


Gefahren beim Freilauf vermeiden
 
Nagen: Nicht im Freilaufzimmer gehören: bedrucktes Papier, unverträgliche Hölzer, Leder, Plastik, Tabletten, Kosmetika, Putz- und Waschmittel. Zimmerpflanzen, Stromkabel und Steckdosen müssen Sie so abdecken, dass die Tiere nicht daran nagen können. Auch an Teppichen knabbern Chinchillas gerne. Glatte Böden sind im Freilauflaufzimmer deshalb besser.
 
Unfallgefahr: Schränke, Schubladen, Türen und gekippte Fenster können zur Falle werden. Stellen Sie sicher, dass die Tiere nirgends stecken bleiben und sich verletzen können. Türen und Fenster immer geschlossen halten!!
 
Nässe: Blumenvasen, Gießkannen, Gläser oder Tassen können kippen. Erstens erschrecken die Tiere, zweitens verträgt ihr Fell die Nässe nicht.

  

 
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