Krankheiten der Degus:
 

 

Krankheiten, Symptome, Behandlungen
 
Durchfall, weicher Kot:
 
Ursachen: abrupte Futterumstellung, falsches Futter, Parasitenbefall, Stress. Einige Degus reagieren empfindlich auf Grünfutter, gerade wenn sie zuvor noch nie Grünfutter bekommen haben.
 
Behandlung: Bei Durchfall sollte schnell einen Tierarzt aufgesucht werden, da sonst der Degukörper schnell austrocknen kann. Bei weichem Kot sollte man zumindest darauf achten, dass der betroffene Degu genug trinkt. Wenn keine Besserung erfolgt sollte man in diesem Fall den Tierarzt aufsuchen. Auf Grünfutter sollte man verzichten solange die Krankheit nicht vollständig auskuriert ist.
 
Erkältungen und Atemwegserkrankungen:
 
Anzeichen: häufiges Niesen, Niesen mit Ausfluss, Atemnebengeräusche (z.b. pfeifende oder röchelnde Atemnebengeräusche) schweres Atmen. Bei vorangeschrittener Krankheit können Abmagerung, gestäubtes Fell oder Apathie festgestellt werden.
 
Ursachen: schlechte Luftfeuchtigkeit, staubiges Heu, staubige Einstreu, virale oder bakterielle Erreger; Zugluft, Stress, ungünstige Haltungsbedingungen, geschwächtes Immunsystem.
 
Behandlung: Sind Luft-Heu oder Einstreuqualität die Ursache, dann sollte man durch besseren Luftaustausch im Raum, Ersatz von Heu / Einstreu durch staubärmere Produkte sorgen. Zudem ist es sinnvoll die Luft zu befeuchten, z.b. durch Anbringen von feuchten Tüchern in Käfignähe oder mit offenen Wasser gefüllten Gefäßen in Käfignähe. Auf Wasserzusätze vor allem solche die ätherische Öle enthalten, sollte verzichtet werden. Bei der Einstreu gibt es einige staubarme Varianten wie z.b. Leineneinstreu. Bei viraler Erkrankung gibt es keine Medikamente oder Therapien, welche die Ursache bekämpfen. Daher wird der Tierarzt versuchen die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Medikamente werden allenfalls gegen die Infektion eingesetzt, damit diese nicht die Genesung unnötig erschweren.
 
Abgerissener Deguschwanz, kahler Schwanzknochen:
 
Ursachen: zu starke Belastung des Schwanzes, z.b. durch Einklemmen oder Fest oder Hochhalten am Schwanz.
 
Behandlung: Im Normalfall ist keine Behandlung notwendig. Sollten Schwierigkeiten beim Heilprozess auftreten (z.b. durch Entzündung der Wunde) sollte man zum Tierarzt.
 
Fellausfall und kahle Stellen im Fell:
 
Ursachen: Allgemeine Ursachen sind zumeist Stress, Parasiten, Pilze, Bakterien, Viren, u.s.w.
Beim Fellfressen handelt es sich um übertriebene soziale Handlung, die zumeist durch Stress verursacht wird. Stressursachen sind meist Veränderungen in der Gruppe z.b. nach dem Tod eines Gruppenmitglieds, Vergesellschaftung u.s.w. aber auch bei Änderungen der Umwelt, durch Standortwechsel des Käfigs oder Käfigwechsel, laute Umgebung.
Bei kahlen Pfoten handelt es sich eher um ein kosmetisches Problem ohne wirklich gesundheitsrelevante Auswirkungen. Es äußert sich durch kahle Oberseiten in den Pfoten und kommt bei Degus relativ häufig vor.
 
Die Ursachen: sind unbekannt möglicherweise fressen die Tiere sich das Fell selber ab. Zumindest soll das von einigen Deguhaltern beobachtet werden.
 
Behandlung: Stress lässt die Tiere durch Ausschalten der stressverursachenden Faktoren vermeiden. Das können einerseits Haustiere oder Kinder sein, von denen man Degus etwas mehr abschirmen kann oder durch Wechsel der Unterkunft, indem eine größere Unterkunft gibt um Platzprobleme zu entschärfen oder den Käfig an einen besseren Standort stellt.
Die Behandlung von Parasiten wird entsprechenden Abschnitt erklärt.
 
Parasiten: Bei Degus aus europäischen Nachzuchten sollte dies kein großes Thema sein.
 
Behandlung: Gegen Wurmbefall helfen vom Tierarzt verordnete Präparate. Bei Hautparasiten ist eine subkutane Behandlung mit Avermectinen sehr wirksam, welche vom Tierarzt durchgeführt wird. Des Weiteren können Aufstellstrips verwendet werden, welche außerhalb der Deguunterkunft aufgestellt werden müssen. Außerdem ist eine gründliche Reinigung des Käfigs sicher wirkungsvoller.
 
Penisvorfall: Penis zieht sich nicht mehr ein und ist rot.
 
Ursache: Normalerweise sind Haare oder Dreck unter der Vorhaut der Grund. Es könnte aber auch im Zusammenhang mit zu langen Backenzähnen stehen. Daher sollte man zum Tierarzt und gleich mitkontrolliert werden.
 
Behandlung: In diesem Fall ist es wichtig dass sie sofort handeln und einen Tierarzt aufsuchen. Der Penis darf nicht austrocknen sonst kann das fatale Folgen haben. Die Behandlung erfolgt durch Rückverlagerung und Auftragen einer vom Tierarzt verschriebenen Salbe.
 
Vergiftungen: Vergiftungsunfälle sind zwar nicht so häufig, dennoch sollte man sie nicht unterschätzen. Gerade Zimmerpflanzen oder durch Unkenntnis verfüttert Pflanzen die für Degus giftig sind stellen häufige Vergiftungsquellen dar.
 
Ursachen: giftige Pflanzen, Medikamente, Haushaltmittel und Reinigungsmittel.
 
Behandlung: Es sollte schnell ein Tierarzt aufgesucht werden, denn die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr unterschiedlich dass je nach Art eine Art eine Behandlung wirksam ist, die in einem anderen Vergiftungsfall schädlich ist.
 
Verletzungen: Kleinere Verletzungen meist schnell und problemlos, ohne dass man eingreifen muss. Bei schweren Verletzungen und schlecht heilenden Wunden zum Tierarzt gehen.
 
Zahnprobleme: Oft sind es nicht die Vorderzähne die Probleme machen, sondern die Backenzähne die auch stets nachwachsen.
 
Ursachen: Die Ursache hängt sicher auch mit einer falschen Ernährung zusammen. Dagegen hilft von Anfang an natürliches zellulosehaltiges Futter, wie Heu, Stroh, Kräuter Gemüse. Das nützt die Backenzähne viel besser ab, als Pellets Körnerfutter oder hartes Brot.
 
Symptome: krankes Aussehen, Abmagerung, langsam Essen, betroffene Tiere wollen nicht gerne beißen, starkes Bröseln beim fressen kann bis zu Appetitlosigkeit führen.
 
Behandlung: Beim Tierarzt die Zähne zu kürzen.
 
Zuckerstar, Linsentrübung ( Grauer Star, Katarakt)
Das ist häufig eine Auswirkung von Diabetes welche eine sehr bedeutende Degukrankheiten ist.
 
Symptome: Linsenübertragung, milchige Augen
 
Behandlung: Grauer Star lässt sich nicht heilen aber die betroffenen Tiere können damit leben. Sie können zwar nur noch hell oder dunkel wahrnehmen, sie orientieren sich dann stärker mit ihrem anderen Sinne. Die Tasthaaren oder mit den Geruchsinn.
 
Medikamente :

Bird Bene Bac:
Aufbau der Darmflora, Stärkung der Bakterienkultur im Darm die eine gute Aufspaltung des Futters ermöglicht. Als Alternative kann auch ein Naturjoghurt gegeben werden, allerdings sollte man darauf achten, dass kein Probiotischer Joghurt ist.
 
Critical Care: Futter in Breiform, dient zum Aufpäppeln von abgemagerten Tieren und gut für die Zwangsernährung.  
 
 
 
 
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